Ich habe drei Wochen Bildungsurlaub am Malaca Instituto im April gemacht. Neben den 30 Wochenstunden Unterricht, habe ich ganz viel die Gegend erkundet und mich auch einfach mal treiben lassen.
Ich hatte eine ganz tolle Zeit in Malaga und kann es nur empfehlen!
Eingestuft wurde ich im Level B1.2 und obwohl es erstmal aufwendig war wieder in die Sprache reinzukommen, haben sich die Lehrenden wirklich sehr bemüht alle einzubinden und zu fördern.
An dieser Schule ist der Unterricht bei 30 Wochenstunden in 3 Blöcke unterteilt. Morgens startet man mit der Grammatik der Woche, dann geht es weiter mit Vokabeltraining und am Nachmittag wird aktiv das Sprechen der Sprache geübt. Ein typischer „Schultag“ startet also um 8:30 Uhr und endet um 14:30 Uhr. Dazwischen gibt es zwei Pausen in denen man etwas essen gehen kann oder die Hausaufgaben machen kann.
An jedem Freitag wird dann ein Test geschrieben (Multiple Choice Fragen) und das ist eine Einschätzung, ob man in der nächsten Woche ein Level hochgestuft wird oder das Level besser nochmal wiederholen sollte.
Diese Einstufung hängt natürlich aber auch immer von der Gruppengröße ab und ob die Kurse zustande kommen. Ich habe aber immer nur mitbekommen, dass wenn es mal Probleme mit den Leveln gab, immer schnell eine Lösung von der Schule gefunden wurde.
Man kann auch in unterschiedlichen Zimmerkategorien auf dem Gelände oder in der Nähe wohnen. Von Einzelzimmern bis hinzu einer WG oder einem Apartment für sich selbst. Ich würde empfehlen darauf zu achten wie lang man vor Ort ist, denn einige Zimmerkategorien haben keine Küche und wenn man nicht immer im Restaurant der Schule oder außerhalb essen möchte, dann wird es schwierig.
Aber da muss jeder für sich selbst entscheiden wie ausschlaggebend das ist!
Super schön finde ich auch die Lage der Schule, denn man hat einen tollen Ausblick auch aus den Klassenzimmern.
Das Malaca Instituto liegt im Osten von Malaga. Nicht ganz zentral und auch am Hang aber dennoch gut erreichbar entweder mit einem Bus (einmal pro Stunde) oder durch einen Fußweg (bergauf) von ca. 15 Minuten
Der nächste Strand ist etwa 15 Minuten zu Fuß entfernt und heißt Baños del Carmen. Dort gibt es auch ein Restaurant und wenn man weiter den Strand entlang läuft dann kommen auch immer mehr Restaurants an der Promenade. Jetzt am April war dort relativ viel Baustelle, aber ich denke das wird sich in den nächsten Monaten wieder auflösen.
Malaga generell hat eine wunderschöne Stadtmitte mit ganz vielen tollen Rooftopbars, Restaurants oder auch Shoppingmöglichkeiten. Außerdem gibt es auch einen Stadtstrand, wenn man mal nicht zu den Baños del Carmen gehen möchte.
Es gibt auch viele Museen im Stadtzentrum, ich selbst war nur im Malaga Museum, aber das ist auf jeden Fall einen Besuch wert und auch kostenlos für EU Bürger:innen.
Wenn man schöne Ausblicke mag lohnen sich auch auf jeden Fall die Alcazaba und der Gibralfaro oder auch der Monte Victoria, wenn man ein bisschen „wandern“ möchte.
Auch Orte in der Umgebung sind auf jeden Fall einen Besuch wert. Von der Schule organisiert gab es beispielsweise Ausflüge nach Frigiliana, Nerja, Cordoba, Sevilla oder auch andere kulturelle Ausflüge. Die Preise dafür lagen hier immer zwischen 25€ und 55€ und wichtig zu wissen ist, dass man bisher in der Schule nur mit Bargeld zahlen kann.
Selbst geplant hab ich einen Besuch zum Caminito del Rey und auch einen Besuch nach Bendalmadena.
Beides ist einen Besuch wert aber wenn man ohne Guide den Caminito del Rey laufen möchte, dann muss man unbedingt relativ weit im Voraus buchen. Erreichbar ist beides mit dem Zug oder auch mit einem Mietwagen. Für beides sind die Kosten wirklich vertretbar.
Ich kann also wirklich sowohl die Schule als auch die Stadt empfehlen!
Man muss sich nur bewusst sein, dass man viel laufen muss und das auch nicht immer nur eben. Aber es gibt wirklich viel zu sehen in der Stadt und in der Umgebung und da die Stadt nicht all zu groß ist kennt man sich auch relativ schnell schon grob aus.
An der Schule lernt man auch schnell Leute kennen, das Alter der Teilnehmenden war in meinem Zeitraum sehr durchmischt, aber wenn man offen ist, findet man schnell Anschluss und spätestens bei Exkursionen oder anderen Angeboten der Schule kommt man mit Leuten ins Gespräch. (Das Programm für die folgenden zwei Wochen findet man auch immer auf der Website der Schule, wenn man sich da schon mal ein Bild machen möchte)
Außerdem sind die meisten Angestellten dort auch sehr nett und helfen immer gerne wenn es Fragen oder Probleme gibt, also davor muss man keine Angst haben.
Und an alle die Tiere mögen: die Hauskatze Cookie begegnet einem immer mal wieder auf dem Gelände und kommt auch manchmal für Streicheleinheiten vorbei.